18. November 2009

230 Kilometer Luftlinie

Mit einem Dringlichkeitsantrag brachte die GRÜNE-Ratsfraktion das Thema „Zweites Atomkraftwerk in Borssele“ in den Rat.  Demnach hatte die Stadt Gelsenkirchen die rechtliche Möglichkeit einen Einspruch gegen den Bau des niederländischen Kernkraftwerks einzulegen. Leider wurde die Dringlichkeit in der Tagesordnungsdebatte von einer Mehrheit des Rates nicht gesehen, obwohl an dem Ratssitzungstag die Einspruchfrist endete.

Irene Mihalic, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Das geplante AKW – und auch das bestehende – sind nur 230 Kilometer Luftlinie westlich von Gelsenkirchen entfernt, so dass bei einem Unfall oder Störfall die Stadt sehr wohl betroffen sein kann. Wir finden es schade, dass für die Mehrheit im Rat die Verantwortlichkeit für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt scheinbar an der Stadtgrenze endet.“

Die GRÜNE Partei hatte am Wochenende davor in der Innenstadt von Gelsenkirchen erfolgreich Unterschriften unter dem Einspruch gesammelt.

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