Die im Haushaltssicherungskonzept vorgesehene Einsparung (Reduzierung des städtischen Zuschusses) beim Musiktheater im Revier (MiR) in Höhe von 1 Million Euro ab 2013 wird von den GRÜNEN als unrealistisch abgelehnt und als politisch fatales Signal bewertet. Nach den zahlreichen vollmundigen Bekenntnissen des Oberbürgermeisters zum MiR zeigen sich die GRÜNEN vielmehr erstaunt über diesen Vorschlag.
Die Umsetzung dieser Sparvorgabe für das MiR halten die GRÜNEN für nicht machbar - jedenfalls nicht ohne Qualitätsverlust und Einschränkung des Angebots.
MiR-Aufsichtsratsmitglied Bernd Matzkowski: „Das Haus arbeitet bereits jetzt in allen Bereichen des Hauses an der Untergrenze der personellen Ausstattung. Eine solche Einsparung wäre aber letztlich nur über einen weiteren Personalabbau zu erzielen, der aber unweigerlich quantitative oder qualitative Verluste zur Folge hätte.“ Zudem sei davon auszugehen, dass bis 2013 Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst, die auf die Personalkosten des Theaters durchschlagen, diese Sparvorgabe als völlig unsinnig offenbaren.
Ziel müsse es vielmehr sein, Einnahmeverbesserungen zu erzielen (Erschließung neuer Publikumsschichten), das Haus in der Region weiter zu verankern und dort, wo es ohne Qualitätsverlust möglich sei (Kooperationen im Bereich Marketing), zu Ausgabenminderungen zu kommen.
„Der Oberbürgermeister hat sich in letzter Zeit mehrfach öffentlich zum Musiktheater bekannt“, so Bernd Matzkowski. „Das passt überhaupt nicht zu dem jetzt von der Verwaltung vorgelegten Vorschlag.“ Zudem setze dieser Vorschlag ein völlig falsches Signal, weil er den Eindruck erwecke, die Sanierung des kommunalen Haushaltes sei auch nur ansatzweise über einen weiteren Abbau kultureller Leistungen zu erzielen. Das ist nach Auffassung der GRÜNEN ein kulturpolitischer Offenbarungseid des Oberbürgermeisters.
Vielmehr gelte: Wer dieses Haus wolle, müsse auch die Kosten tragen!