19. Mai 2011

GRÜNE unterstützen Gemeinschaftsschule in Hassel

Die Schulen (Realschule an der St.-Michael-Str. und Hauptschule am Eppmannsweg) wollen es, die Eltern wollen es, nun muss nach Meinung der GRÜNEN auch der Rat der Stadt wollen: Die Teilnahme am Modellversuch „Gemeinsam länger lernen: Gemeinschaftsschule“ des Landes NRW.
 
Ihre ausdrückliche Unterstützung hatten die GRÜNEN im Ausschuss für Bildung zugesichert. David Fischer, bildungspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion: „Die Gemeinschaftsschule soll helfen, im Gelsenkirchener Norden der Ungerechtigkeit unseres Bildungssystems entgegenzuwirken. Das bisherige gegliederte System ist mit dafür verantwortlich, dass der Bildungserfolg unserer Kinder wesentlich von ihrer sozialen Herkunft und nicht von ihren Fähigkeiten abhängt.“

 

Drei Erwartungen richten die GRÜNEN an die neu zu gründende Schule:

  1. Die Schule soll eng mit den Hasseler Grundschulen zusammen arbeiten um für Schülerinnen und Schüler die Schwelle von der Primar- zur Sekundarstufe abzusenken. Das Projekt „Gemeinsam länger lernen“ in Horst (Kooperation der Gesamtschule Horst mit der Nordsternschule) soll Vorbild sein.
  2. Eine neue Schule soll dem steigenden Bedarf an gemeinsamem Unterricht für Behinderte und Nichtbehinderte gerecht werden, als Baustein eines inklusiven Systems.
  3. Die Gemeinschaftsschule Hassel soll neben den gymnasialen Standards eine qualifizierte Berufsorientierung bieten, um allen Schülerinnen und Schülern aus Hassel eine optimale Zukunftsperspektive zu eröffnen. Die Kooperationsvereinbarungen der beiden Schulen mit Berufskollegs in Buer sind dafür eine gute Basis.

Für David Fischer ist die geplante Neugründung in Hassel ein konsequenter Schritt der partizipativen Schulentwicklungsplanung in Gelsenkirchen: „Die Stadt hat ein wissenschaftliches Gutachten erstellen lassen. Dazu wurden Stellungnahmen aller Beteiligten und Interessierten eingeholt und eine Befragung aller Gelsenkirchener Eltern von Erst- bis Drittklässlern durchgeführt um den Willen der betroffenen Eltern zu erfahren. Darauf werden – wie in Hassel - die Entscheidungen für weitere Schulstandorte fußen. Dieses Vorgehen des Bildungsdezernates der Stadt Gelsenkirchen ist vorbildlich!“

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