Nach Auffassung der Gelsenkirchener GRÜNEN ist das Ergebnis der Landtagswahl auch ein deutliches Signal für die Schulentwicklungsplanung in Gelsenkirchen.
Parteisprecher Robert Zion: „Die Wählerbefragung zeigt, dass Bündnis 90/DIE GRÜNEN zwar in erster Linie wegen der Umweltpolitik der Partei gewählt wurde (51 %), aber bereits an zweiter Stelle die Bildungspolitik genannt wurde (37 %). Nachdem mit der Verleihung des European Award Cities for Children an Gelsenkirchen das städtische Bildungs- und Jugenddezernat unter Beweis gestellt hat, dass die Stadt bemerkenswerte Arbeit leistet, gilt es nun, die Bildung junger Menschen in Gelsenkirchen auch organisatorisch in der Sekundarstufe zu optimieren. Schwarz-gelb hat auch verloren, weil die Regierung Rüttgers (z.T. wider besseren Wissens) starr am gegliederten Schulsystem festgehalten hat. Negativ-Aktionen im Stile von: Diese Schule wird geschlossen, wenn …, sind bei den Wählerinnen und Wählern nicht angekommen.“
David Fischer, Sprecher von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Ausschuss für Bildung: „Es muss nun möglich sein, in Gelsenkirchen neue Wege zu gehen. Der Entwurf des Schulentwicklungsplanes beinhaltet eine Reihe von Vorschlägen, die mit einer neuen Landesregierung wohl realisiert werden können.“
Für Bündnis 90/DIE GRÜNEN ständen nicht System-Ideologie sondern die optimale Förderung junger Menschen und die Standortfrage von Schule im Stadtteil im Vordergrund der Schulentwicklung.
Fischer: „Wir müssen eine vernünftige Antwort für den Anmeldeüberhang an Gesamtschulen finden, wir wollen die Schulen in den Stadtteilen Hassel, Erle, Schalke und Ückendorf zukunftsfähig machen und wir müssen die Eingliederung von Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf in das Regelschulsystem betreiben. Dies ist der Schlüssel dafür, die Quote junger Menschen ohne Abschluss weiter zu senken und die Abiturientenquote zu steigern. Dazu bedarf es natürlich neben organisatorischen Maßnahmen auch einer pädagogischen Entwicklung.“
Nach Meinung von Fischer bietet der Zeitpunkt nach der Landtagswahl ideale Voraussetzungen dafür, ideologiefrei mit breiter Mehrheit gute Entwicklungen für Gelsenkirchen zu beschließen.
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