CDU und Junge Union kramen im Wahlkampf in der bildungspolitischen Mottenkiste. Das erklärte Ziel ihrer aktuellen Wahlkampf-Kampagne vor Schulen und der Unterschriftenaktion zum Schulentwicklungsplan lautet:
Alles soll so bleiben wie es ist -- die Erde ist eine Scheibe!
Zwar hat die Stadt die Generationenaufgabe, eine Schullandschaft, die für 400.000 Einwohner/innen mit höherer Geburtenrate geschaffen wurde, dem heutigen Bevölkerungsstand von 260.000 anzupassen, weil man aber irgendwo irgendwie mit Konzepten anecken könnte, schert das die CDU im Wahlkampf nicht!
Aber da war doch was ...
Am 21.08.2007 hatte der städtische Ausschuss für Bildung einstimmig (!), also mit den Stimmen der CDU, "Leitlinien für die Schulentwicklungsplanung der Sekundarstufen I und II" verabschiedet.
Darin heißt es u.a., dass Haupt- und Realschulen mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang haben müssen und Gymnasien in der Regel mindestens drei Parallelklassen pro Jahrgang. Beschlossen wurde auch der Auftrag, die Bildung von Verbundschulen zu prüfen.
Diese damals gemeinsam getragenen bildungspolitischen und bildungsökonomischen Rahmenbedingungen wurden im Gutachterentwurf und im Verwaltungsvorschlag konsequent umgesetzt!
Das Ergebnis passt aber der CDU nicht in den Landtagswahlkampf. Deshalb ruft man z.B. laut: "das Schalker erhalten!", ohne zu sagen, welches Gymnasium alternativ geschlossen werden soll, weil einfach im Süden nicht mehr vier Gymnasien gebraucht werden. Deshalb tönt es von der CDU:
"alles soll so bleiben, wie es ist!" und "Schüler sollen keine Versuchskaninchen sein" -- verlautbart aber quasi im selben Atemzug, es fehle der Verwaltung "an Entschlossenheit und Kreativität".
Die CDU in Gelsenkirchen entlarvt sich mit solchen Äußerungen selbst:
Man hat keine eigene bildungspolitische Perspektive für Gelsenkirchen, betet aber das Märchen der Landes-CDU vom erfolgreichen gegliederten System nach, obwohl es die eigenen kommunalen Fachleute, wie etwa die CDU-Bildungsdezernenten von Essen oder Duisburg längst nicht mehr glauben.
Bündnis 90/DIE GRÜNEN setzen auf Schulentwicklung von unten, die die Entwicklung von Wohngebieten und Stadtteilen berücksichtigt und den bildungspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre gerecht wird.
Die Gelsenkirchener GRÜNEN erwarten von der nächsten Landesregierung, dass den Forderungen des Deutschen Städtetages Rechnung getragen wird und Kommunen mehr Freiheiten erhalten, ihr Schulangebot selbst zu gestalten.
Die sogenannte "Einheitsschule" ist ein Hirngespinst der CDU-Ideologen!
Bündnis 90/DIE GRÜNEN wollen Schulen gestalten, die optimale Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Begabung und aller sozialen Schichten, gleich welcher Herkunft, bieten.
Dennis Melerski, Ratsmitglied von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Direktkandidat für die Landtagswahl: "Der Schulentwicklungsplan in Gelsenkirchen soll die Zukunfts-Hausaufgaben der demografischen und bildungspolitischen Entwicklung unserer Stadt erledigen! Eine ,Kopf-in-den-Sand-Politik', die den ideologischen Vorgaben der Landes-CDU geschuldet ist, schadet den Gelsenkirchener Kindern! Dass es der CDU nicht um die Zukunft der Kinder geht, zeigt schon der Dateiname ihres Kampagnen-Downloads: ,Schulkampf' -- koste es, was es wolle!"
Am Mittwoch, den 21.04. besteht um 19.30 Uhr im Migrantenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in der Paulstr. 4 in Bismarck die Möglichkeit, mit der Bildungspolitikerin, GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden im Landtag und Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann sowie den Kandidaten für Gelsenkirchen, Dennis Melerski und Paul Humann, sowie dem Gelsenkirchener Bildungsdezernenten Dr. Manfred Beck über die künftige Bildungspolitik im Land NRW und in Gelsenkirchen zu diskutieren.
„Für uns GRÜNE war es schon im letzten Jahr skandalös, dass die Verwaltung den seit dem 30....
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