Mit kritischen Interesse hat die GRÜNE-Fraktion das Gutachten des Bonner Instituts ‚Bildung und Region’ zur Kenntnis genommen.
Fraktionsmitglied Dennis Melerski: „Das Gutachten vollzieht in überzeugender Form die demografische Entwicklung und das Elternwahlverhalten nach. Handlungsanleitungen zu geben ist angesichts der ungewissen Zukunft der Schulpolitik des Landes schwierig. Die Empfehlungen der Gutachter überschreiten zum Teil die Möglichkeiten des derzeit geltenden Schulrechts in Nordrhein-Westfalen. Das Gutachten aber auch deutlich, dass die Grenzen, die die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf gesetzt hat, nicht mehr zeitgemäß sind.
Wir benötigen eine Verlängerung des gemeinsamen Lernens der erfolgreichen Schulform Grundschule. Ferner ist uns GRÜNEN wichtig, dass Schulentwicklung auch als Stadtteilentwicklung verstanden wird. Wir wollen gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Gruppen und natürlich mit den Betroffenen Schulen entwickeln, die eine optimale Förderung für alle Schülerinnen und Schüler gewährleistet.“
Wenig Verständnis zeigen die GRÜNEN für die öffentlich geäußerte Kritik an der Bildungsverwaltung. Der Rat der Stadt hat einvernehmlich beschlossen, ein wissenschaftliches Gutachten einzuholen, das Ausgangsbasis für den Gelsenkirchener Schulentwicklungsplan sein soll. Jetzt sind die Schulen, die Kirchen, die Verbände, kurz: alle Interessierten aufgefordert, ihre Vorstellungen zur Schulentwicklung vorzulegen. Dann erst wird die Bildungsverwaltung einen darauf beruhenden Vorschlag machen, der den politischen Gremien vorgelegt wird. Die Beschlussfassung ist für Oktober vorgesehen, also einen Zeitpunkt, zu dem voraussichtlich bekannt sein wird, welche Entwicklungen eine neue Landesregierung zulässt. Dieses Verfahren, inklusive Zeitplan, wurde ebenfalls einvernehmlich von allen Fraktionen beschlossen.
Dennis Melerski: „Eine neue Landesregierung wird Vorgaben machen, die uns in Gelsenkirchen andere Möglichkeiten eröffnen. Wer im Mai seine Stimme den GRÜNEN gibt, wählt auch eine moderne Bildungslandschaft für unsere Stadt!“