11. Februar 2010

Lärmbelastung ernst nehmen

Strassen NRW lehnt Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Gelsenkirchener Autobahnen ab, „da Autobahnen gerade die Funktion „schneller und flüssiger“ Verkehrsleitbahnen erfüllen sollen.“ Dies geht aus einer Vorlage für die nächste Verkehrsausschusssitzung am 25. Februar hervor.

„Nachdem sich in der letzten Woche die zweite Bürgerinitiative gegen Autobahnlärm in Gelsenkirchen gegründet hat, wirkt dies wie ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen“, so Dennis Melerski, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion. Beide Bürgerinitiativen setzen sich für Tempolimits zum Lärmschutz ein.

Wie sich aus der Vorlage weiter ergebe, gehe auch der von der Verwaltung eingesetzte Gutachter  davon aus, dass Geschwindigkeitsreduzierungen den Beschwerden aus der Bevölkerung kurzfristig Rechnung tragen würden und dass sich damit auch eine signifikante Lärmpegelminderung erzielen lasse. 

„Für mich ist unverständlich, warum eine Maßnahme nicht umgesetzt wird, die Erfolg verspricht, sofort machbar und nebenbei auch noch äußerst kostengünstig ist“, stellt Dennis Melerski fest. 

Den Antrag von Dennis Melerski, sich politisch für Geschwindigkeitsbeschränkungen im Sinne der Betroffenen auszusprechen, hatte die SPD-Mehrheit in der letzten Verkehrsausschusssitzung abgelehnt.

„Es ist höchste Zeit für ein Signal. Die Politik sollte über Parteigrenzen hinweg den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass sie bei diesem Anliegen wirklich hinter ihnen steht. Die Bezirksregierung entscheidet über Geschwindigkeitsbegrenzungen “, so Melerski. „Für die entsprechenden Gespräche muss die Verwaltung nun darin bestärkt werden, sich im Sinne der Betroffenen für Geschwindigkeitsbegrenzungen einzusetzen. Maßgebend für solche Maßnahmen sind immer auch die Besonderheiten des Einzelfalls.“

Suchen

Grün 2.0