Die Überlegungen von Schalke 04, die Fahrt mit dem ÖPNV nicht mehr in den Tickets einzuschließen, werden von den GRÜNEN als verkehrs- und umweltpolitisch unsinnig kritisiert.
Dass die Mitteilung bei Schalke unter dem Titel läuft: „Dauerkartenpreise bleiben unverändert“ geht schon in den Bereich des Unverschämten, da durch den Wegfall des Tickets für die Fans erhebliche Mehrkosten entstehen.
Dennis Melerski, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion: „Wir führen momentan in den städtischen Gremien die Diskussion über die Auswirkung des Verkehrs auf die Gesundheit der Bevölkerung Gelsenkirchens, sei es Feinstaub als auch Lärm. Die Befürchtung, dass durch die Auflösung des VRR-Vertrages mehr Personen mit dem Auto nach Gelsenkirchen fahren werden, ist bestimmt nicht einfach so von der Hand zu weisen.“ Die negativen Folgen für die Umwelt würden bestimmt nicht unbeträchtlich sein.
Schalke 04 stellte am Dienstag auf seiner Homepage fest, dass in den Karten für die nächste Saison voraussichtlich nicht mehr die Fahrt mit dem VRR eingeschlossen sein werde. Als Begründung werden die nunmehr geforderten Konditionen genannt. Am Mittwoch teilte die Bogestra als Vertragspartner auf ihrer Homepage mit, dass bis jetzt überhaupt noch nicht neu verhandelt wurde.
Irgendwie erinnert diese Berichterstattung an eine über die Vertragsauflösung eines sehr bekannten Schalke Spielers.
Zwar sind in beiden Fällen die Fans auch betroffen. Das eine Mal in der Seele, das andere Mal aber im Geldbeutel.
„Ich hoffe, dass sich Schalke 04 darauf besinnt, dass es ein ökoprofit Betrieb ist,“ so Dennis Melerski weiter.
Wenn schon von Schalke die zu hohen Kosten für die ÖPNV-Nutzung als Auflösungsgrund genannt werden, sei auch ein anderer Aspekt zu bedenken: Auf allen Dauerkarten sei aufgedruckt, dass sie zur freien Fahrt im VRR an Veranstaltungstagen berechtigen. Wenn dies nicht mehr zutreffe, müsste Schalke alle Dauerkarten auswechseln. Dies sei bestimmt auch kein unbeträchtlicher Kostenfaktor.
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