Angekündigter Boykott der Veranstaltung zum Fastenbrechen von Mitgliedern des Integrationsrates
Die letzte Sitzung des Integrationsrates am 8. September zeigte wieder einmal das grundsätzliche Dilemma: über die gesamte Arbeitszeit dieses Integrationsrates wurde immer wieder von Ali Akyol und seinen Mitstreitern versucht, die Verwaltung und die Mitglieder des Rates zu diffamieren und damit eine Kluft zwischen diesen und den Migrantenvertretern aufzubauen.
Auf Initiative von Ali Akyol (und bezeichnenderweise nicht des Vorsitzenden Osman Duran, der die Tagesordnung der Sitzungen mit der Verwaltung abstimmt) wurde die Diskussion zur Veranstaltung des Fastenbrechens kurzfristig in die Sitzung aufgenommen. Im Laufe der wieder einmal sehr hitzig geführten Auseinandersetzung erklärten diverse Migranten-Vertreter des Integrationsrates, dass sie die Veranstaltung zum Fastenbrechen boykottieren würden.
Begründet wurde dieses mit der starren Haltung des OB Baranowski zum Programmablauf der Veranstaltung: Üblicherweise wurde gemeinsam vom OB und dem Vorsitzenden des IR zum Fastenbrechen eingeladen; wie auch in den vergangenen Jahren wurde der Vorsitzende gebeten, Einladungslisten zu ergänzen und weitere Programmwünsche vorzubringen.
Nun ist der OB nicht auf alle Änderungswünsche eingegangen – als Chef der Verwaltung sein gutes Recht! Er hat es abgelehnt, die eher rückwärtsgewandte Organisation VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren e. V.) und die vom Verfassungsschutz beobachtete Organisation Millî Görüş bei der Veranstaltung als Redner zu berücksichtigen. Als Kompromiss bot er einen weiteren Prediger an. Ich finde, dass er Rückgrat zeigt, indem er nicht auf sämtliche Wünsche (oder sind es Forderungen???) eingeht!
Mit der Durchführung des Boykotts würde ein weiterer Schritt der Spaltung vollzogen; zur Politikfähigkeit gehört auch die Gabe, Kompromisse zu akzeptieren. Dazu sind Ali Akyol und seine Mitstreiter offensichtlich nicht bereit (oder fähig?). Ali Akyol setzt auf die Karte der polemischen Effekthascherei – wirkliche politische Ziele lassen sich so nicht durchsetzen!
Das gemeinsame Ziel aller Fraktionen des Rates ist die Integration; Ali Akyol will spalten statt integrieren.
Ein Boykott der Veranstaltung des OB zum Fastenbrechen geht völlig in die falsche Richtung und ist nicht zu rechtfertigen.
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