Atomausstieg selber machen


Nach der Katastrophe in Japan mit der noch immer unklaren Situation am Atomkraftwerk in Fukushima sind viele Menschen in Deutschland besorgt und wünschen eine Ausstieg aus der Atomenergie. Dies zeigen auch die Großdemonstrationen in Köln und Essen in den letzten Wochen. 

 

 

Die GRÜNEN in Gelsenkirchen wollen nun helfen einen anderen Weg zum Atomausstieg zu beschreiten: Ab sofort kann man sich in der Geschäftsstelle in der Wildenbruchstraße 15-17 darüber informieren, wie teuer der persönliche Atomausstieg ist. Denn ein Wechsel zu einem Ökostromanbieter kann teilweise sogar richtig Geld sparen! Das Büro ist Montags und Freitags von 10 bis 12 Uhr und Mittwochs von 16-18 Uhr geöffnet.

 

 

Mit dieser Aktion unterstützen die GRÜNEN die Initiative "Atomausstieg selber machen" und bieten Preisinformationen zu den vier reinen Ökostromanbietern Lichtblick, Greenpeace Energie, EWS Schönau und Naturstrom. Diese liefern zu 100% Strom aus regenerativen Quellen und stehen auch in keiner Verbindung zu den Atomkonzernen. 

 

 

Zur Preisberechnung und gegebenfalls dem Wechsel sollte man seine letzte Stromrechnung mitbringen. Für den Mai planen die GRÜNEN eine sogenannte Stromwechselparty, bei der ausführlicher und mit kleinem Rahmenprogramm informiert werden kann.

Stromrechner

So funktioniert der Wechsel

Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter ist unkompliziert und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Du kannst direkt von unserer Seite die Verträge herunterladen, oder sie online ausfüllen. Für den Wechsel brauchst Du die Nummer Deines Stromzählers, die Du entweder direkt auf dem Stromzähler selbst oder auf Deiner aktuellen Stromrechnung findest.

 

Sobald der neue Stromvertrag abgeschickt ist, kümmert sich Dein neuer Anbieter um alles weitere. Er übernimmt auch die Kündigung bei Deinem alten Anbieter. Du musst nicht selbst kündigen.

Die großen Anbieter versuchen gelegentlich, ihre Kunden mit Tricks weiterhin an sich zu binden. Lass Dich davon nicht beunruhigen, Dein neuer Versorger hilft Dir in all diesen Fragen gerne weiter.

Die Stomanbieter

Naturstrom

Naturstrom wurde 1998 von einem Verbund aus Umweltschutzinitiativen gegründet und war damit der erste Anbieter von „Ökostrom“.

Die Naturstrom Gruppe hat insgesamt über 100.000 Kunden und investiert ihre Gewinne aktiv in den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Naturstrom bezieht über 50 Prozent seiner erneuerbaren Energien aus Erzeugungsanlagen in Deutschland, so wird auch der Ausbau der regenerativen Energie hierzulande gefördert.

Das Unternehmen wurde mehrfach für seine Tarife und seine Beratung prämiert und vom Magazin „öko-test“ im März 2010 als Testsieger unter den Ökostrom-Anbietern ausgezeichnet.

Ökostrom-Vertrag der NaturStromHandel GmbH (PDF)

Online-Formular für den Wechsel zur NaturStromHandel GmbH

Webseite der NaturStromHandel GmbH


Lichtblick

Lichtblick ist mit über 500.000 Kunden deutschlandweit das führende Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien und beliefert unter anderem auch den Deutschen Bundestag mit sauberem Strom.

Der Hauptteil des von Lichtblick ausgelieferten Stroms stammt aus der Wasserkraft, die restlichen Mengen werden aus anderen erneuerbaren Quellen (Wind, Solar) oder der Biomasse gewonnen.

Neben der Förderung der erneuerbaren Energien hat sich Lichtblick auch verpflichtet, pro Monat und Kunde einen Quadratmeter Regenwald in Ecuador zu erwerben.

Im September 2009 hat Lichtblick angekündigt, in die Entwicklung von Mini-Heizkraftwerken einzusteigen, die dezentral aufgestellt werden, aber zusammengenommen die Leistung von zwei Atomkraftwerken aufbringen könnten.

Stromvertrag der Lichtblick AG (PDF)

Online-Formular für den Wechsel zur Lichtblick AG

Webseite der Lichtblick AG


Greenpeace Energy

Das Unternehmen ist 1998 aus einer Kampagne des Umweltschutzverbandes Greenpeace hervorgegangen. Da zu diesem Zeitpunkt kein geeigneter Anbieter für sauberen Strom gefunden werden konnte, wurde Greenpeace Energy ins Leben gerufen.

Greenpeace Energy garantiert, dass immer mindestens 50 Prozent des vertriebenen Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Die restliche Menge wird über Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen erzeugt. Der aktuelle Energiemix wird stets aktuell auf der Homepage des Unternehmens angezeigt.

Über das Tochterunternehmen Planet energy betreibt und baut Greenpeace Energy mehrere Windparks und Photovoltaik-Anlagen. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, die benötigte Strommenge spätestens fünf Jahre später komplett aus erneuerbaren Energien zu sichern und ist deshalb ständig dabei, seinen Kraftwerkspark zu erweitern.

Stromvertrag der Greenpeace Energy e.G.für Privatkunden (PDF)

Stromvertrag der Greenpeace Energy e.G. für Geschäftskunden (PDF)

Online-Formular für den Wechsel zur Greenpeace Energy e.G. (Privatkunden)

Online-Formular für den Wechsel zur Greenpeace Energy e.G. (Geschäftskunden)

Webseite der Greenpeace Energy e.G.



Elektrizitätswerke Schönau (ESW)

Die Elektrizitätswerke Schönau sind 1991 aus einer Bürgerinitiative heraus entstanden und vertreiben seitdem atomfreien Strom.

Der angebotene Strom kommt überwiegend aus Wasserkraftwerken, effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen oder erneuerbaren Energien. Dieser Mix und die Garantie, kein Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken zu verwenden, lässt das Unternehmen jährlich vom TÜV Nord überprüfen. Das Geschäftsmodel als Genossenschaft garantiert eine komplette Unabhängigkeit von den großen Energiemonopolisten.

Mit dem „Schönauer Sonnencent“ fördert das Unternehmen aus den Einnahmen des Stromgeschäfts lokale Wasserkraft- und Biogasanlagen, die sich alle in Bürgerhand befinden.

Stromvertrag der Energiewerke Schönau
(PDF)

Webseite der Energiewerke Schönau

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