![]() |
Der erste Frauentag wurde am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Mehr als 1 Million Frauen gingen auf die Straße, um für die Rechte der Frauen, für Frieden und eine humane Gesellschaft zu demonstrieren. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848. Außerdem hatte auch die Pariser Kommune 1871 im März begonnen.
Im August 1910 hatten 100 Frauen aus 17 Ländern den Internationalen Frauentag auf dem 2. Int. Frauenkongreß in Kopenhagen beschlossen – ursprünglich um die Einführung des Wahlrechts zu beschleunigen:
„Im Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahl-recht dient. […] Der Frauentag muß einen internationalen Charakter tragen und ist sorgfältig vorzubereiten.“
Seitdem wird dieser Tag in vielen Ländern am 8. März mit Diskussionen, Veranstaltungen, Demonstrationen, internationalen Treffen und Festen begangen. In 26 Ländern ist dieser Tag ein Feiertag: u.a. Angola, Eritrea, Georgien, Laos, Mada-gaskar, Nepal, Sambia, Uganda, Zypern.
Fortschritte, Rückschläge, Erfolge und Niederlagen der Frauen- und ArbeiterInnenbewegung prägen die Geschichte des Tages bis heute. Immer mehr Frauen sind berufstätig – arbeiten als Bundeskanzlerin oder Astronautin.
Und gleichzeitig verdienen Frauen bis zu 23% weniger als Männer in vergleichbaren Positionen. Vorwiegend Frauen arbeiten auch in Niedriglohn- und Teilzeitjobs. Viele sind auf Hartz IV angewiesen – gerade auch alleinerziehende Mütter. Und viele Rentnerinnen leben bereits heute in Armut.
Aber weltweit sind Frauen aktiv und mutig: wie die Erzieherinnen, die sich gegen das KiBiz wehrten, oder die Reinigungsfrauen, die erfolgreich für bessere Arbeitsbedingungen stritten, oder die Frauen, die für den Erhalt und Ausbau der Frauenschutzeinrichtungen kämpften.
Immer noch lebendig ist die Utopie einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Kriege, in der Frauen selbstbestimmt arbeiten und leben und die gesellschaftlichen Werte und Normen ebenso wie die Männer mitgestalten können.
![]() |
„Die fachliche Vorbereitung zur Änderung der Baumschutzsatzung einschließlich der Expertenanhörung...
In Düsseldorf machen die GRÜNEN 3 Tage durch und beantworten mit der Aktion "3 Tage wach" von...